WERNER SÖLLNER, geboren 1951 in Horia/Rumänien. Nach dem Abitur Studium der Physik, Germanistik und Anglistik in Klausenburg (1970-1975). Anschließend Lektor bei einem rumänischen Kinderbuchverlag, verantwortlich für Publikationen rumäniendeutscher Autoren. Leiter des Bukarester Poesie-Clubs, der Lesungen mit Rolf Bossert, Klaus Hensel, Franz Hodjak, Herta Müller, Richard Wagner u.a. veranstaltete.
1982 Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland, wo er als freischaffender Autor bei Frankfurt a.M. lebt. Mitglied der Redaktion der Zeitschrift "Der Literaturbote". Seit 1988 Mitveranstalter der Werkstattgespräche mit den Autoren des "Jungen Literaturforums Hessen" (Literaturwettbewerb für junge Autoren, veranstaltet vom Hessischen Ministerium für Kunst).
Veröffentlichungen:
»Wetterberichte«. Gedichte. Dacia Verlag Klausenburg (1975); »Mitteilungen eines Privatmannes«. Gedichte. Dacia Verlag Klausenburg (1978); »Sprachigkeit«. Ein Gedicht mit Originalgraphiken von Sascha Juritz, pawel pan presse Dreieich (1979); »Eine Entwöhnung«. Gedichte. Kriterion Verlag Bukarest (1980); »Es ist nicht alles in Ordnung, aber OK«. Ein Monolog. Bücherei "Der Rüsselspringer", Brennglas Assenheim (1984); »Das Land, das Leben«. Gedichte mit Originalgraphiken von Sascha Juritz, pawel pan presse, Büdingen (1985); »Klingstedts romantische Gründe«. Erzählung. Edition Panndorf mit Originallithographien von Ulrich Panndorf, Berlin (1988); »Kopfland. Passagen«. Gedichte. Suhrkamp Verlag Frankfurt (1988).»Zweite Natur«. Gedichte. Mit Radierungen von Konrad Maass, Verlagsantiquariat Mario Brändel, München (1993).
Übersetzungen, Herausgaben:
Mircea Dinescu, »unter der billig gemieteten Sonne« Gedichte, aus dem Rumänischen, Kriterion Verlag Bukarest (1981); Marin Preda, »Der große Wahnsinn«. Roman, aus dem Rumänischen, Kriterion Verlag Bukarest (1981); Mircea Dinescu, »exil im pfefferkorn«. Gedichte, aus dem Rumänischen, Suhrkamp Verlag Frankfurt (1989).
Mitarbeit mit Lyrik, Prosa und Essays an zahlreichen Anthologien, Zeitschriften (zuletzt "Die Horen" und "manuskripte"/ Graz, "ndl"), Zeitungen (vorwiegend FAZ) und Rundfunkanstalten.
Gedichte und Prosa wurden übersetzt und veröffentlicht in Anthologien und Literaturzeitschriften in England, Spanien, Italien, Rumänien, in der Türkei sowie zuletzt in Frankreich, während eines Aufenthalts als Gastautor 1990 im Centre littéraire der Fondation Royaumont bei Paris.
Buchveröffentlichungen im Ammann Verlag:
- Mircea Dinescu, "Ein Maulkorb fürs Gras". Gedichte. Übersetzt von Werner Söllner, 1990
- "Der Schlaf des Trommlers". Gedichte, 1992
Preise:
- Lyrik- und Übersetzerpreis des rumänischen Schriftstellerverbandes 1978 bzw. 1980
- Andreas-Gryphius-Förderpreis, 1985
- Berlin-Stipendium im Literarischen Kolloquium, 1987
- Friedrich Hölderlin-Förderpreis, 1988
- Preis der Henning Kaufmann-Stiftung für die Reinheit der deutschen Sprache (zusammen mit Herta Müller, Gerhardt Csejka, Helmut Frauendorfer, Klaus Hensel, Johann Lippet, William Totok und Richard Wagner), 1989
- Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds, 1990
- Zuger Stadtbeobachter, 1991/92
- Förderpreis des Kulturkreises im Bundesverband der deutschen Industrie, 1992
- Förderpreis für Literatur des Hans-Erich-Nossack Preises, 1992
- Köln-Düsseldorfer Poetiklesungen, 1992/93
- Frankfurter Poetikvorlesung, 1993
- Eugen-Viehof-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung von 1859, 1996
