Traumbabwe
»Dieser Dichter hat jenen besonderen Blick, der die Poesie in den täglich uns umgebenden Dingen erkennt und somit auf Bildkonstruktionen verzichten kann. Tief berührend etwa dieses Gedicht über seinen autistischen Sohn. Da sind Verzweiflung, Begrenztheit, aber auch ein Umgang mit der Welt, der uns staunen lässt.«
Tomas Gärtner, Dresdener Neueste Nachrichten, 10. Mai 2006
»In Les Murrays Sprache ist Heiliges und Profanes, Wortwitz und Soziologie, Geschichte und Sinnlichkeit aufs engste verdichtet, ohne daß je ein Gedicht dem anderen gliche.«
Thomas Poiss, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Oktober 2005
»In seinem Titelpoem verdichtet Murray seine Poetik in vier Versen: "Triefend taucht ein Flußpferd auf / wie der Kopf eines Menschen / der sich mit noch verzückten Augen / erhebt aus einem See von Strophen." Zwischen Traum und Wachen erhebt sich der Körper, in dem sich Geist und Materie durchdringen. Diese Leitmotiv kehrt wieder in den oft autobiographischen Gedichten: etwa über ein eigenes Nahtod-Erlebnis oder über ein verunglücktes Kind, das vom Rythmus der Wiege gerettet wird. Vor allem aber in seinem Gedicht über "Die Trancen" bekennt sich Murray zum romantischen Sendungsbewusstsein eines Poeten, der sich mit jenen Schamanen verwandt fühlt, die die Menschheit über die "Eiszeit" hinausgeführt haben ins poetische Bewußtsein: "Die Trancen bekörpern die Dinge."«
Claudia Schülke, FAZ, 20. Mai 2006
Fredy Neptune
»Dem Australier Les Murray ist mit diesem Epos ein solch gewaltiger Wurf gelungen, dass es einem die Sprache verschlägt. An diesem Buch führt kein Weg vorbei.«
Fuldaer Zeitung, 10. Dezember 2005
»Les Murray erzählt die pikaresken Abenteuer seines Helden als Soldat, Flüchtling, Hochstapler, Fischer, Artist, Lastwagenfahrer, Filmstatist... mit einer Realitätsdichte, wie sie gewöhnliche Prosa kaum erreichen könnte.«
Valentin Herzog, Riehener Zeitung, 24. März 2005
»Les Murrays Abenteuerroman in Strophen ist eine faszinierende Kaskade von Geschehnissen und ein vollkommenes Lesevergnügen, von der ersten Seite bis zur letzten. Mit Fredy Neptune, dem 'Odysseus aus dem Outback', erhält die Literatur einen unvergesslichen neuen Helden, der sich zwischen Frankenstein und Superman, zwischen Don Quixote und dem fliegenden Holländer ansiedelt.«
Aus der Begründung zur Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2005 in der Kategorie Übersetzung
»Das beste, was Literatur leisten kann (wenn sie's nur will), ist hier geleistet: formal, inhaltlich, intellektuell. "Fredy Neptune" ist ein literarischer Meilenstein unserer Zeit. Das Buch wird bleiben.«
Michael Zeller, Nürnberger Nachrichten, 10. Januar 2005
»Gewaltiges homerisches Versepos über einen einfachen Mann aus Dungog in Australien, der das 20. Jahrhundert am eigenen Leibe erfährt.«
Die Zeit, 2. Dezember 2004
»Fredy Neptune ist weder ein Odysseus noch ein Parzival, noch ein fliegender Holländer noch ein Candide; auch kein Don Quichotte. Wer das Buch aber einmal gelesen hat, wird sich die Frage, was er vom Leben will, neu stellen müssen. Fredy Neptune ist ein Messer, das in uns wühlt - aber schön wie der Zeppelin, dessen Bild den Umschlag des Buches ziert. Ein Objekt, das Luftschiff, das der Dichter Les Murray nebenbei für den schönsten Gegenstand hält, den das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat.«
Erich Klein, ORF Bücher-Radio, 7. November 2004
»Von Fredy Neptune kann man das Staunen lernen.«
Nico Bleutge, Stuttgarter Zeitung, 23. Juli 2004
»Die jüngste Großtat des Ammann Verlags: Die umtriebigen Zürcher sorgten mit dem zweisprachig vorgelegten Versepos 'Fredy Neptune' des Australiers Les Murray - einem großformatigen Ziegelstein von mehr als 500 Seiten! - für Kritikerjubel.«
Nils Kahlefendt, Börsenblatt, Nr. 30, 22. Juli 2004
»Für den Leser eröffnet sich ein Panoptikum des 20. Jahrhunderts, die 8-zeiligen Strophen, mit ihrem freien Versmaß wirken dabei wie ein Sog. Die Strömung lässt den Leser mittaumeln, ein Ritt in vollem Galopp: atemlos, lustvoll, erschöpfend, oft clipartig - und doch: die ganze Welt, gebündelt in Versen, mit immer neuen Kameraeinstellungen.«
Jochen Marmit, SR-2 Bücherlese, 3. Juli 2004
»'Fredy Neptune' ist ein Weltgedicht aus der Perspektive eines eulenspiegelhaften Vagabunden, ein vor Einfällen übersprudelnder lyrischer Schelmenroman, der uns an fast alle Schauplätze von Tod, Massaker und Vernichtung führt, die unser Zeitalter der Extreme zu bieten hat. (...) In seiner fabulierenden Augelassenheit, seinen phantastischen Abschweifungen und seinem heiter-tragischen Witz ist Murrays Vers-Epos Walcotts Poem nun sogar überlegen.«
Michael Braun, Literaturen, Juni 2004
»Les Murrays Familiengeschichte ist eine Siedlergeschichte, hundert Jahre 'roden, spalten, sägen, hundert Jahre Holzarbeit, Zaunbauer'. Das ist der Boden der Tatsachen, den er nicht verleugnet. Und wenn er ihn verlässt, dann nur, um das Echo zu hören. Bildungshuberei ist in seinen wunderbar klaren Gedichten nicht zu entdecken.«
Verena Auffermann, Süddeutsche Zeitung, 17. Juni 2004
»Ein gewaltiges, auch gewaltsames Buch, das den Leser tief berührt. Wozu die grandiose Übersetzung beiträgt, die für all die Slang-Ausdrücke Entsprechungen findet. Und eine Buchgestaltung, die dem Werk gerecht wird. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass dem deutschen Leser der englische Originaltext mitgeliefert wird.«
Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger, 3. Juni 2004
»Das wie vom göttlichen Funken inspirierte Pandämonium der aus den Fugen geratenen Welt des 20. Jahrhunderts ist ein Ehrfurcht gebietendes Werk, das den Vergleich mit den großen Versepen der Weltliteratur, mit Homer, Dante oder dem 'Parzival' nicht zu scheuen braucht.«
Cornelia Staudacher, Rheinischer Merkur, 3. Juni 2004
»Die unwiderstehliche erzählerische Energie, die dieses ‚Erinnerungsbuch in Versen‘ durschströmt, die Kraft der Sprache – einer Sprache, die australische Landarbeiter und die kleinen Farmer im frühen 20. Jahrhundert gebrauchten -, schließlich der Erfindungsreichtum und die Agilität der Episodenverknüpfung nötigen uns Bewunderung ab. Wiederum liegt auch eine verlegerische Großtat des Ammann Verlages vor. Die Übersetzung von Thomas Eichhorn ist virtuos und preiswürdig.«
Joachim Sartorius, Die Welt, 3. April 2004
»Wir haben [das 20. Jahrhundert] noch einmal gesehen, mit kindlich großen, vor Entsetzen und Staunen geweiteten Augen des armen Mannes aus Dungog. Wir werden ihn nicht vergessen. Bereichert und erschöpft legen wir dieses grandiose Epos aus der Hand. Es ist das erstaunlichste Buch des Frühjahrs und seit langer Zeit.«
Ulrich Greiner, Die Zeit, 1. April 2004
»'Fredy Neptune' ist Les Murrays großer Wurf: ein Epos, dessen Rhythmus gefangen nimmt, das bewusst alle Grenzen sprengt und vom Hundertsten ins Tausendste kommt.«
Volker Sielaff, Tagesspiegel, 30. März 2004
»Solch einen Romanhelden wie diesen Fredy Neptune alias Böttcher gab es noch nie: mythisch und landproletarish zugleich, ein Unbehauster der Moderne par excellence, Weltmensch und dennoch bodenständig und in der Natur zuhause, ein Peter Schlemihl, der aber statt des Schattens seine Empfindungsfähigkeit verliert. (...) Eine wundersame Mär aus Träumen, Abenteuern, Überlebensstrategien, ein salopp geschriebener Mythos, der das Zeug hat, seinen Verfasser dem Literaturnobelpreis einen Schritt näher zu bringen.«
Dorothea von Törne, Freitag, 26. März 2004
»Fredy Neptune hat ein so natürliches Gespür für Poesie wie sein Schöpfer Les Murray ein Gespür für die Poesie im Natürlichen, im Ungekünstelten und Unbehandelten hat.«
Jan Wagner, Frankfurter Rundschau, 24. März 2004
»Das kühnste Gedicht des 20. Jahrhunderts.«
Thomas Poiss, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. März 2004
»Mit diesem Epos hat Les Murray die Weltliteratur ohne Zweifel um ein gewichtiges und nobelpreiswürdiges Werk bereichert.«
Jürgen Brôcan, Neue Zürcher Zeitung, 23. März 2004
»Les Murray hat ein Buch von grosser Menschlichkeit geschrieben, eins, das an der Schwelle vom 20. zum 21. Jahrhundert, das die Schrecken seines Vorgängers zu steigern scheint, als literarisches Monument herausragen wird.«
Christoph Keller, St. Galler Tagblatt, 19. März 2004
»Murray hat einen Versroman von ehrfurtgebietender visueller Kraft geschrieben, dessen atemlose, ekstatische Sprache hervorbricht, sich die Grausamkeit, Schönheit und das Wunder des letzten Jahrhunderts einzuverleiben.«
The Sunday Times
